Plötzlich war sie da. Die Wand. Bei einem Wochenend-Besuch bei meiner Mum, stand ich auf einmal vor ihr und sie war großartig. Liebe auf den ersten Blick.Farbe anmischen

Man muss dazu sagen, dass meine Mutter vor zwei Monaten umgezogen ist – eins ihrer liebsten Hobbies, doch diesmal ist es vielleicht wirklich das letzte Mal. Ein wunderschöner Altbau mitten in der Stadt, sogar mit Garten. Und sie wäre nicht meine Mama, wenn Sie nicht vor Ideen sprudeln würde. Alles eingerichtet, mischte sie sich verschiedene Farben in alten Reagenzgläschen an und bemalte einen Tag lang eine Wand des Wohnzimmers. Jetzt betritt man den Raum und: Eine schummrige, dunkle blaue Himmels-Ecke wirft sich über dem Flügel von links oben auf den Betrachter. Eine Art Sonnenuntergangs-Streifen in dunklem Rot-Braun liegt in der Mitte und viele andere marmorierte Eindrücke kommen auf einem zu. Ich finde sie großartig – die Wand. Würde am liebsten auch direkt in meiner Wohnung loslegen. Mein Freund ist nicht so begeistert.Farben

Das nächste Projekt meiner Mum ist schon geplant, dafür hat sie sich einen Beamer gekauft („wollte sie sowieso schon immer“). Mit diesem wird sie ein Gemälde, das wir auf einer Vernissage in New York entdeckt haben, auf eine Leinwand werfen und es so versuchen abzumalen. Hinterher soll das Werk dann das Treppenhaus schmücken.Streifen

Wir sitzen im Garten auf einer Couch – im Winter soll sie vom Sperrmüll abgeholt werden, aber jetzt im Sommer ist sie noch sDie Wanduper zum Draußen sitzen – und unterhalten uns über tolle Sachen, die man machen sollte. Kreatives, Bescheuertes, Buntes und Dinge, die wir eh nicht tun, aber es ist schön darüber zu reden und zu wissen, dass man es machen könnte, wenn man wollte. Und ich liebe meine Mum dafür – für diese Wand und andere schräge Sachen.Die Wand

Esther an Esther: Um eins gleich klarzustellen, Du wirst Dich nicht stressen mit Aktualität, Regelmäßigkeit und anderen anstrengenden Dingen, die man einem guten Blog nachsagt. Das hier soll Deine private Spielwiese werden, für spontane Gedanken, langgehegte Ideen und anderen Wortsalat. Es ist nicht schlimm, wenn die Zimtwelt zwischendurch mal still herumliegt. Es ist kein Corporate Blog eines Kunden und Du hast auch keine Dauererwartungen von irgendwelchen Fans zu befriedigen, sondern Du wolltest das hier – Du ganz privat. Vergiss die Regeln, die Du Dir beruflich setzt – von wegen einmal die Woche mindestens einen Beitrag – schön, wenn das klappt, aber wenn nicht – so what.

Nachts wachliegen und Ideen in Dein IPhone unter Notizen speichern – wenn Du Zeit hast, verwirklichen, wenn nicht, verschieben. Versteh Deine Zimtwelt bitte in Anlehnung an die ursprüngliche Bedeutung von einem „Blog“. Ein Internettagebuch. Wer zwingt sich schon selbst in sein Tagebuch zu schreiben?

Und ganz wichtig: Lass Dich nicht festlegen! Fragen wie „Was für ein Blog ist das denn, den Du da hast?“ oder Bemerkungen wie „Wirklich erfolgreiche Blogs besetzen Nischen“ ignorierst Du am besten. Es gibt keine festgelegte Richtung, hier wird stattfinden, was Du schaffst.

Mit lieben Grüßen

Esther

Ps.: Setze oft genug einen Link in Deinem Kopf, der zu diesen Beitrag führt, um Dich daran zu erinnern.

the road to nowhere

We’re on a road to nowhere, come on inside…

 

Der historische Roman von Bettina Szrama lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Bis zur letzten Seite war mir nicht ganz klar, ob er überhaupt etwas für mich ist oder ob ich das Buch genial finden soll. Die Story beruht auf wahren Begebenheiten. Die Autorin führt im Anhang ihre Quellen auf sowie eine genaue Abfolge aller Morde und der Verlag verspricht den „ersten historischen Kriminalroman über Deutschlands berühmteste Serienmörderin“. Die ganze Rezension gibt es auf der Geilen Zeile

“Die Giftmischerin” von Bettina Szrama

“Die Giftmischerin” von Bettina Szrama

Ich könnte so vieles über dieses Buch schreiben. Superlative aneinanderreihen und seitenweise über die Geschichte schwärmen. In der Rezension zu „Die Bücherdiebin“ versuche ich eines, was ich am wenigsten kann – mich kurz fassen. Sechs Gründe dieses Buch zu lieben, gibt es auf der Geilen Zeile

“Die Bücherdiebin” von Markus Zusak

“Die Bücherdiebin” von Markus Zusak

Ich habe vor kurzem erst die Literatur des portugiesischen Nobelpreisträgers José Saramago für mich entdeckt. Der Schöpfer großer fiktiver Szenarien ist bereits 2010 verstorben, es wird also leider kein Werk mehr nachkommen. Nach “Stadt der Blinden” und “Stadt der Sehenden” ist “Eine Zeit ohne Tod” mein dritter Saramago – deshalb: Zeit für eine kleine Rezension auf der Geilen Zeile

“Eine Zeit ohne Tod” von José Saramago

“Eine Zeit ohne Tod” von José Saramago

Unter à l’extérieur findet alles Platz, das mit Oberflächlichkeiten zu tun hat: Fotografie, Fashion und Konsum.

Hier gibt es alles rund um die Innenwelt der Zimtmädchen: Rezensionen, Weltansichten, Kolumnen, Kommentare und Gefühl.

Angefangen hat das Ganze mit einem der täglichen Gespräche über gute Bücher, meine Kollegin Katharina schwärmte von “Stadt der Diebe” und endete – wie so oft – mit “Ach, das musst Du einfach lesen”. Und schwupps – eine Woche später hatte ich das Buch auf dem Schreibtisch liegen – eine weitere Woche später und ich habe es gelesen und bedanke mich jetzt mit einer Gast-Rezension dafür.

Zu lesen auf der Geilen Zeile

Stadt der Diebe von David Benioff

Stadt der Diebe von David Benioff