Aufmerksamen Fashion Victims ist das unverkennbare Logo bei uns in den Straßen der Rhein-Main-Metropolen sicher schon begegnet. Bisher eher ein Geheimtipp unter Modekennern der Szene, startet GOxON jetzt durch und kaum einer wird in Zukunft an dem Fashionlabel vorbeikommen. Sage ich:-) Ich hab mich heute kurz mit dem Label-Creator unterhalten und ein bisschen Infos zur Marke zusammengetragen:

Rein auf Design reduziert, steht GOxON für urbanen, cleanen, avantgardistischen Style des anspruchsvollen Modemanns – aber auch Frauen kommen auf ihre Kosten. Die Produkte bestechen durch Tragekomfort und kommen im Look minimalistisch daher. Hinter der Marke steckt allerdings noch viel mehr, denn hochwertiges Material und nachhaltige Produktion werden in Street-Lifestyle übersetzt. In Kombination mit der Markenbotschaft ist das schon fast Fashionphilosophie:

Auf der Suche nach dem unendlichen Trend
„GO x ON – infinity can be doubled” – so lautet der Claim hinter dem stylischen Logo, das dem trendigem Unendlichkeitszeichen ähnelt. Der Gedanke dahinter: “GO ON”, also “vorangehen”, in Kombination mit dem Paradoxon der “doppelten Unendlichkeit” drücken die Einflüsse der Fashioncommunity und den kreativen Lifestyle der besonderen Zielgruppe aus.
„GOxON – wie unser Markenname schon verrät – greift keine kurzlebigen Trends auf, sondern ist dem Zeitgeist voraus. Auf der Suche nach dem unendlichen Trend“, so Pablo Callejas, offizieller Creative Chief Designer bei GOxON. „Unsere Fans sind nicht nur Träger von angesagter Mode, sondern Avantgarde. Sie identifizieren sich mit dem Lebensgefühl für das GOxON steht. Sie haben sich selbst gefunden, drücken sich über ihren Look aus und setzen ein Statement für morgen. Wir sehen uns als Fashion Botschafter unserer Zeit.“

GOxONUnd dabei reicht es nicht mehr nur coole Marken zu tragen, sondern auch mit gutem Gewissen. Die Zielgruppe legt extrem Wert auf Qualität und hat gleichzeitig ein Bewusstsein für die Geschichte der Produktion ihrer Lieblingsstücke entwickelt.
Pablo Callejas betont: „Unser großes Anliegen ist es, nicht nur hochwertige Endprodukte zu schaffen, sondern auch auf faire Produktionsstätten und nachhaltige Materialien zu setzen.“ Alle Classics-Produkte von GOxON werden deshalb in Fabriken hergestellt, die von der Soil Association und der Control Union gemäß dem Global Organic Textile Standard zertifiziert sind. Qualität, die nicht nur an der Herstellungskette zu erkennen, sondern auch deutlich spürbar ist. Weiterlesen

liebsteraward-300x272So, ich nehm es mir ja immer wieder vor: mehr Schwung auf meinem Blog und mehr von mir und meinem Leben in digitaler Form! Eine schöne Gelegenheit bietet mir heute der Liebster-Award. Eine Aktion, die kleinere Blogs unterstützt. Ich bin von Klaudia bloggt nominiert worden. Vielen Dank erstmal dafür!!

Und so funktioniert’s: Alle nominierten Blogger/innen beantworten 11 gestellte Fragen, nominieren ihrerseits wieder zwischen 5-11 andere kleine Blogs und stellen diesen 11 neue/alte Fragen. Also, ganz simpel. Und hier geht’s zu meinen Fragen und Antworten. Zum Selbst-Interview mit dem Zimtmädchen, einem Selfiew quasi: Weiterlesen

Es gibt Menschen, denen begegnet man jeden Tag, aber man weiß fast nichts über sie. Als Pendler hat man besonders viele dieser Alltagsschatten. Sie sind dann feste Punkte auf dem Weg ins Büro, die zum täglichen Trott irgendwie dazugehören.

Seit mehr als zwei Jahren begrüße ich jeden Morgen auf dem Weg zur Straßenbahn einen alten Mann, der mich ebenso freundlich zurückgrüßt. Ich habe ihn Otto getauft. Er trägt – auch jetzt im Winter – kurze Hosen, Clogs mit weißen hochgezogenen Tennissocken. Sein Hemd spannt über seinem Bauch, vor dem er immer einen wackeligen Einkaufswagen daherschiebt. Eine Sonnenbrille und seine Batschkappe dürfen auch nie fehlen. Ähnlich wie der „It’s cool man-Techno-Opa“ aus den Neunzigern trägt er einen kleinen Rauschebart dazu.fitness first

Im Sommer sitzt er gewöhnlich mit einem Stühlchen vor dem Fitness First und schaut sich die Verrückten an, die wie ich zur Arbeit oder ins Fitnessstudio hetzen und abends wieder nach Hause kommen. Im Winter sitzt er auch schon mal im Eingangsbereich der Muckibude oder sammelt Dinge in seinem Einkaufswagen, dann begegne ich ihm fast immer an der Ampel. Ich denke mir gerne Geschichten und Lebensläufe zu meinen Alltagsschatten aus. Bei Otto glaube ich, dass er eigentlich im benachbarten Altenheim wohnt, aber genug von den alten Menschen dort oben hat und deshalb immer am Fitnessstudio abhängt. Er ist quasi nur zum Schlafen dort und hat ein stilles Abkommen mit dem Personal. Vielleicht schreibt er dabei auch heimlich einen Roman über uns Gehetzte oder über die Geschichten im Fitnesscenter.

Ein zweiter meiner Alltagsschatten sitzt jeden Morgen an der S-Bahnhaltestelle Hauptwache in Frankfurt. Wenn ich von der S- in die U-Bahn umsteige, sehe ich ihn auf seiner Bank schlafen. Als er ein paar Tage nicht zu sehen war, hab ich mir schon richtig Sorgen gemacht. Nach circa einer Woche war er aber wieder zurück, mit kahlgeschorenem Kopf – waren wohl die Läuse. Das hat mich beruhigt. Er ist die paar Jahre meines Pendlertums ganz schön abgemagert und wohl von etlichen Drogen ausgemergelt. Die Haltestellenbank sieht inzwischen richtig mächtig aus, wenn er sich in ihr verkriecht, um morgens noch ein wenig zu schlafen. Mal sehen wie lange er noch zu meinen Alltagsschatten gehört.

Alle paar Monate zieht es mich in meine alte Kindergartenheimat. Dieses Mal war ich wegen einem spannenden Event im Ausland auf nen kurzen Sprung in meiner liebsten Stadt in Deutschland.

Der befreundeter Klangdesigner, Produzent und Musiker, Stefan Wolf, hat mich und meine Family zur Performance-Installation „beleave“ eingeladen. Ziemlich abgefahrenes Kunstprojekt mit den Künstlern Dominik Eggermann und Jörg Hasheider. Auf Screens gab es verstörende, sozialkritische, metaphorische Videoinstallationen, die Entwicklung und Prozess in der Gesellschaft zeigten und sich immer wieder in neue Themenwelten begaben – vom kontrollierenden Staat und Datenkontrolle, Militarismus, Terrorismus bis hin zur Überfischung der Weltmeere. Stefan Wolf spielte unter seinem Label „Drone Age Voodoo“ ein Life-Set – eine Opera for 4 iPads – in die laufende Installation ein und unterlegte sie mit eigenen Visuals.

Für mich ganz neu. Ziemlich faszinierend. Location passte auch top. Publikum: jedes Alter vertreten. Der typische Berliner eher „unschicke“ Style 🙂 Nach dem Event gab’s für mich guten, günstigen Gin Tonic.

Mehr zu meinem Berlinwochenende und einen kleinen Reisebericht dazu, gibts auf dem Reiseblog reisehamster.com

Ein tolles neues Travel-Projekt von meinem Kollegen Stefan.

Lettestraße in Berlin

Lettestraße in Berlin

Sie lesen gerade die Zeilen eines (fast) toten Blogs. Internetleichen nennen wir sowas in der PR. Blogs auf denen länger als ein Monat nichts mehr passiert, die kann man eigentlich abschreiben. SEO-technisch gesehen sowieso – also, auch Google erklärt einem dann langsam für tot.

Und jetzt der gute Vorsatz, den sich unsereins als Hobbyblogger immer wieder aufs Neue macht: Das soll sich jetzt wieder ändern. In meinem Kopf sind die letzten Monate schon so viele schöne Beiträge erschienen. Abends im Bett hatte ich super Ideen, sie schon aufs Komma ausformuliert und musste nur noch auf „veröffentlichen“ drücken. Leider nur abends im Bett. In meinem Kopf. Weiterlesen

Julia Engelmann hat es wieder mal getan. Meine Generation, ihre Träume und Fehler beschrieben und angestupst, wie so viele vor ihr. Nur diesmal wieder etwas anders.

Meine Generation, dass ist nämlich die Generation Y, die Generation Praktikum, die Generation der Digital Natives, der Entscheidungslosen. Die Generation, die die Arbeitswelt verändert, die auf Work-Life-Balance besteht. Die 10 unbezahlte Praktika aufweisen kann, die sich aber gleichzeitig doch noch nicht aufraffen kann, endlich Geschichten zu schreiben, die sie sich später gern erzählen. Die Generation Maybe. Weiterlesen

Diese Woche stand bei mir unter dem Motto „Mach’s einfach!“.

„Tun“ und „Machen“, das sind zwei germanistisch,stilistisch gesehen sehr hässliche Un-Wörter. Das bekommen wir schon in der Grundschule eingetrichtert. Aber manchmal kann man sie in Texten gar nicht oft genug verwenden. Man sollte sich trauen, sie nicht gegen tolle Synonyme wie „ausführen“, „tätig werden“ und andere schwulstige Verben auszutauschen. Denn es gibt Dinge, die sollten einfach endlich GEMACHT werden.

Das sind solche, die ich immer wieder vor mir herschiebe, über die ich mich aufrege, die ich schon tausend mal überdacht habe – manche aus Geldmangel, manche aus Motivations- oder Zeitmangel, dann doch wieder nicht bis zu Ende gedacht bzw. gemacht habe. Manche davon spuken schon seit Jahren auf To-Do-Listen oder in meinem Kopf herum. Deshalb diese Woche „3X Mach’s einfach“ – ohne rausreden, diskutieren und aufschieben. Weiterlesen

Makro farbverliebt in M-ARTWORK

Ein Familien-Wochenendbesuch nach Kaiserslautern hat mir wieder gezeigt, dass auch in der kleinen Stadt, in der ich meine Schulzeit verbracht habe, kulturelle Schätze zu finden sind. Manchmal muss man nur als Besucher wieder kommen, um sie zu entdecken. Das Kulturzentrum Kammgarn zeigte vom 17. bis 31. August 2013 eine beeindruckende Ausstellung von M-ARTWORK.

Die Fotografien von Laureen Warrington und Michael Korotschenko zeigen kleine Universen, spielen mit Licht und vor allem mit Farbe. Makrofotografie, wie ich sie in der Form noch nirgendwo gesehen habe und die ich mir sofort zu Hause aufhängen würde, wenn ich das nötige Kleingeld dazu hätte. Die Nahaufnahmen gehen nicht nur rein technisch „nah“. Ausschnitte und Eindrücke von Kristallen, Steinen und Pflanzen ziehen den Betrachter in ganz eigene Welten mit Gesichtern, Fratzen und Formen, die man – wie in Wolkenbildern – immer wieder neu entdeckt. Sie wirken nicht wie Fotografien, sondern wie Gemälde abstrakter Kunst. Untermalt wurde die Ausstellung mit Video-Installationen und stimmungsvoller Musik. M-ARTWORK-PROMO-PIC-02Ihr solltet Euch die Kunstwerke unbedingt in live und Farbe anschauen, bei den Bildern im Netz geht viel von der Intensität verloren.

Da ich auf der Eröffnung der Vernissage war, konnte ich vor Ort einige Worte mit dem Künstler Michael Korotschenko sprechen, der mir leidenschaftlich von seiner Art zu fotografieren erzählte. Wochen später bin ich immer noch fasziniert – Grund genug also, ein Interview mit dem Künstler für die zimtige Fotografien-Serie zu führen: Weiterlesen

Das Schicksal ist ein mieser Verräter

„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ – so heißt ein wunderbares Buch von John Green. Es geht um den Tod und das Leben, die einem beide immer wieder in die merkwürdigsten Situationen bringen, in denen man gezwungen wird irgendwie zu reagieren.

Am Wochenende ist der Vater meiner Schwester bei einem Unfall gestorben – oder um es mit den kuriosen Bezeichnungen einer Patchwork-Familie auszudrücken: mein Ex-Stiefvater. Die Person, zu der ich erst rund acht Jahre meiner Kindheit „Papa“ gesagt habe, der mich die letzten 14 Jahre als Vater meiner Schwester (und Exstiefvater) aber schwer enttäuscht hat. Wie in so einer Situation reagieren? Trauer ist hier wahrscheinlich kein falsches Wort, aber Verwirrung trifft es wohl eher  – und Mitleid für die traurige Art und Weise des Abgangs. Ein mieser Verräter ist das Schicksal wohl in noch größerem Maße für meine kleine Schwester. Mit 14 den Vater zu verlieren, ist auch mit vorheriger zweifelhafter Beziehung schwierig. Einen Vater zu haben, der sich nicht wirklich kümmert – oder wegen eigener Probleme kümmern kann – und einen toten Vater zu haben, sind zwei Dinge, die man niemandem wünscht.
Man fühlt sich, um eine anständige Aussprache betrogen, um die man sich vorher auch betrogen gefühlt hat, zu der es aber jetzt endgültig nie die Gelegenheit geben wird. Wut, Leere und Irritation sind wohl die natürlichsten Reaktionen. Und es macht traurig. Irgendwann in der Vergangenheit war er für mich ein faszinierender Mensch: Künstler, kreativ, mehrsprachig, viel gereist und er brachte mir das Fahrradfahren bei – irgendwann in der Vergangenheit.

Jemand, der sich die letzten 14 Jahre nicht gekümmert hat, nur sporadisch für das Leben der Tochter interessiert hat und sein eigenes Leben nicht mehr in den Griff bekam, macht einem den Verlust mindestens genauso schwer, wie ein so genannter „normaler“ Familienvater. Und wie das so ist mit den Toten, würde man im Nachhinein gerne nur die Jahre sehen, die wie in Happy-End-Büchern, schön verlaufen sind. Alles andere ist unbefriedigend und macht wütend. Besonders auch das fehlende Happy End.

Was will einem das Leben mit solchen Schlägen sagen? Wo ist die verdammte Anleitung, wie lassen sich da Gefühle definieren, beschreiben und vor allem, wohin überhaupt mit ihnen? Meine persönliche Strategie ist Ablenkung, viel Arbeit und ein bisschen schreiben – Hauptsache wenig Zeit zum Nachdenken. Mein Fazit: Das Leben ist manchmal nicht nur ein mieser Verräter, sondern auch ein mieser Verwirrer – und das nervt gewaltig.

Just Scream!

Just Scream!

 

Ve Wolff Photography – Kunst, Herz und Phantasie

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Ve Wolff Photography und ich..mit ihr habe ich eine lang ersehnte Serie zum Thema „words and books“ verwirklichen können.

Mit der Serie „Zimtige Fotografen“ möchte ich ab sofort verschiedene, tolle Fotografen vorstellen mit denen ich schon gearbeitet habe oder deren Arbeiten mich einfach so faszinieren. Den Start der Interview-Reihe macht Ve Wolff, weil ich finde, dass sie super in die Cinnamon-Welt passt. Eine wunderbar gefühlvolle und noch sehr junge Fotografin, die in ihrer Art herrlich unaufgeregt ist, deren Werke aber Geschichten erzählen. Und nein, Ve Wolff ist kein Künstlername, aber Kunst ist Programm.

Zimtmädchen:
Hallo Ve, Du beschreibst dein Tun auf deinem Facebook-Profil selbst als „authentische und kreative Portrait- und Lifestyle-Fotografie“. Ich finde ja es ist mehr als das, wenn es ein Kochrezept für Deinen Stil gäbe, welche fünf bis zehn Zutaten müssten dann auf jeden Fall in Dein fotografisches Gericht?
Ve:
Im Grunde sind nur fünf Zutaten wichtig für ein erfolgreiches Shooting: Ein passender Ort, Menschen, die sich vor dem Shooting Gedanken machen und sich an der Planung beteiligen, Natürlichkeit, Vertrauen und jede Menge Spaß an der Sache.

Zimtmädchen:
Wie hat das alles bei Dir angefangen? Wie hast Du deine Leidenschaft für Fotografie entdeckt?
Ve:
Einen konkreten Anfang gab es nicht, es hat sich mit der Zeit entwickelt. Scheinbar habe ich schon als Kind mit meiner ersten Kamera, Dinge aus verschiedenen Winkeln fotografiert. Im Alter von etwa 15 Jahren hatte ich Interesse an Nahaufnahmen, vor 3-4 Jahren habe ich dann die Portraitfotografie für mich entdeckt, ab diesem Zeitpunkt ist meine Leidenschaft ununterbrochen gewachsen. Und spätestens seit letztem Jahr ist es meine größte Leidenschaft. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht mehr, womit ich meine Zeit verbracht habe, bevor ich das Fotografieren für mich entdeckt habe. Weiterlesen